Wie ihr wisst, befindet sich israel etwas naeher am Aequator als deutschland. und das macht sich am wetter schon bemerkbar. Hier war es im winter teilweise kalt, bei um die 10 grad und es hat sogar etwas geregnet. Am letzten wochenende hat es fast drei tage und naechte durchgeregnet. Als folge hat sich die natur veraendert. Es bluehen blumen und das gras waechst.
Dienstag, 2. März 2010
Fruehling
Ihr Lieben,
Das ist wahrscheinlich verkuemmerter Mohn.
Die wueste ist von etwas gras bedeckt...
...und von kleinen blumen

Auch die voegel sind am zwitschern, wie ich sie bisher noch nie zweitschern gehoert habe.
Heute morgen habe ich einen psatziergang gemacht und bin auf einen See gestossen. Er ist nicht weit vom Kfar entfert und ich bin schonmal an der stelle gewesen, aber da war dort noch kein wasser. Sieht doch aus wie ein richtiger See, wer wuerde denken, dass der see nur fuer kurze Zeit im sommer existiert?
Letzte woche habe ich einen ausflug zu dem beruehmten Ramon Krater bei Mitzpe Ramon gemacht. Aus dem busfenster, bei der hinfahrt, konnte ich beduinen und ihre herden beobachten, die auch das frische gras genossen.

Sieht das nicht exotisch aus? doch das ist nur die eine seite israels, genauso wie die tuerken nur eine seite deutschlands sind. ganz ist es nicht das selbe, denn die beduinen sind keine einwanderer. Sie haben aber auch den status einer minderheit.
bis zum naechsten mal
eure Mechthild
"Purim" (Fasching)
Hallo ihr lieben,
Ich habe wieder enige neue eindruecke gesammelt und mochte deshalb ein paar fotos einstellen, damit ihr daran teilhaben koennt. Hier ist Smadar mit unserer goldenen ganz, die ich fuer purim gebastelt habe.
Purim ist ein juedisches fest. dort feiert man, wie die juden vor der verfolgung gerettet wurden in der persichen Zeit (559-330 v.Chr.). Ester, die persische koenigin, war eine juedin, das wuste aber niemand. Als Haman, der berater des koenigs, die juden ausrotten wollte, konnte sie gegen haman arbeiten und so zu der rettung der juden beitragen. Da die rettung des juedischen volks gefeiert wird, ist purim ein freudenfest. Verkleiden tut man sich noch nicht seit einer langen zeit, doch auch dieser brauch laesst sich erklaeren, denn Ester war nicht die person, die sie vorgab zu sein. Ihr kostuem war das einer nichtjuedin. Hier sind die drei maedchen, die zuerst an der goldenen ganz festkleben. (von rechts: Rivka, Lena, Smadar.)
Wir haben gestern purim gefeiert. Ersteinmal haben wir den tag eine stunde spaeter begonnen, da er ein feiertag war. Im laufe des vormittags haben wir dann das mittagessen und das abendessen vorbereitet. Wie an jedem feiertag, wird auch an purim eine festessen abgehalten, aber vorher gab es noch einiges zu tun.
Das ganze Kfar hat im laufe des letzten monats ein theaterstueck eingeprobt und zwar das maerchen "Die goldene Ganz". Die ganze geschichte wurde in 7 teile unterteilt, so dass jedem haus ein teil zugeteilt werden konnte. Wir hatten den teil der geschichte, in welchem sich eine schlange von menschen hinter dem dummling mit der Ganz bildet. Ich hatte dabei den part des musikannten und habe den entertainer gespielt.
Wir haben am Vormittag nochmal geprobt, denn am Nachmittag sollte sich das ganze Kfar im saal versammeln. Als es dann soweit war, zogen wir unsere kostueme an und gingen los. Es war ein schoenes bild all die villiger in ihren kostuemen zu sehen. es war auch sehr interessant zu beobachten, wie jeder anders damit umgeht, das alle anders aussehen und manche sahen echt gut aus. Aus unserem Haus hat echt jeder mitgespeilt, sogar die kinder von unserem Hausvater, die sonnst wenig present sind. ich habe gerade noch kein bild von ihnen, da sie bei der probe nicht dabei waren. Hier der anfang der schlange...
...und hier die vortsetzung.
das war also ein eindruck. ich wuensch euch alles gute bis zum naechstenmal.
Dienstag, 12. Januar 2010
Meine Villiger
HALLO IHR LIEBEN,
Ich habe beschlossen endlich etwas von meinem alltag zu berichten. Es faellt mir schwehrer als ueber besondere erlebnisse zu schreiben. Jeder Tag laeuft aehnlich ab, ist aber vollgestopft mit dingen und taetigkeiten ueber die man schreiben kann.
Ein problem habe ich bei der ganzen sache: ich darf keine fotos der villiger einstellen, ohne die erlaubniss der erziehungsberechtigten. Ich werde bei jedem bild die augen der villiger entfernen muessen, so dass sie unkenntlich sind. Das ist schade, den in den augen kann man die persoenlickeit der villiger sehen. Die gesichter von hauseltern und co-workern were ich aber nicht zerstoehren. wenn jemand ein problem damit hat, soll er sich bei mir melden. :-)
Hier ein bild von mir und Lena. sie kommt aus der naehe von Hamburg und wir arbeiten und wohnen zusammen.
Ich bin hier in einer einrichtung, wo betreute und personal zusammen in grossfamilien leben. in Kfar Rafael sind das ausschlisslich erwachsene betreute. Es gibt derzeit sieben Familien mit 7 -8 betreuten. In der regel gibt es ein hauselternpaar mit ihren kindern. In meinem haus, dem Maderhaus, gibt es allerdings zwei hausvaeter und eine hausmutter und keine kinder. das liegt daran, dass wir villiger in unserem haus haben, die stark behindert sind und viel schreien. ihr einfluss koennte die kinder in der entwicklung zu stark behindern.
Dann gibt es pro haus zwischen zwei und vier co-worker, die die eigentliche arbeit mit den villigern machen. Arbeiten wie anziehen, duschen, geschpraeche fuehren, malzeiten vorbereiten und die einzelnen villiger beobachten, dass man veraenderungen in gesundheit und psyche so frueh wie moeglich bemerkt.
Die hauseltern geben den ramen. Sie sind fuer den papierkram zustaendig und organiesieren alles, was zu einem haushalt dazugehoert. Sie sind die organisatoren. Auch im ganzen dorf organiesieren sie alles in ausschuessen. Jedes hauselternteil hat seine aufgabenbereiche. So organiesieren sie auch die Feste. Hier ein bild vom drachensteigen zu michaeli. Im vordergrund ist Nizzan, einer unserer hausvaeter, mit einem drachen und Schoham ein israelischer co-worker aus unserem haus.
Im kfar werden relativ viele feste gefeiert. Die juedischen feste wie sukkot, chanuka und Pessach, einige kristliche wie dreikoenig ( allerdings in einer anderen wariante, wir haben getont und ein konzert gehoert) und auch die antroposophischen feste wie michaeli, advendsgaertchen und laternelaufen.
Neben dem organisieren kuemmern sie sich um villiger in einer psychischen oder koerperlichen kriese und fersuchen medizienische oder erzieherische loesungen zu finden um den jeweiligen villiger wieder in seine balence zu bringen.
Jeder co-worker ist verantwortlich fuer einige villiger. Ich bin verantwortlich fuer zwei villiger und an schohams freiem tag noch fuer sein maedchen Tami. Meine villiger heissen Rivka und Ronit
Hier ein bild von Rivka. sie hat down-syndrom.
Es ist sehr nett mit ihr zu arbeiten. Die meiste zeit arbeitet sie ruhig vor sich hin. Jeder villiger hat seine aufgaben im haus. Rivka raeumt z.b. den tisch ab und wischt ihn und morgens putzen wir zusammen die waschbecken und den boden im bad. Sie ist relatif geschickt. Ich achte nur darauf, dass sie die dinge auch gruendlich und richtig putzt. Das heisst, dass sie die seife sorgfaeltig wieder wegputzt und dass sie nicht ploetzlich das ganze bad putzen moechte. Von zeit zu zeit streichelt sie einem den ruecken und strahlt einen an: "le Mechthild". So wie auf dem Bild (siehe oben). Das ist meisstens nur ein kurzer moment der kontaktaufnahme. Man kann dieses lacheln aber auch hervorrufen, wenn man sie anlaechelt.
Rivka arbeitet in der weberei und da es auch mein arbeitsplatz ist, haben wir viel miteinander zu tun. In der weberei areitet sie allerdings meisten sehr still vor sich hin.
Rivka arbeitet mit schafwolle der beduinen, gefaerbt von beduinen.
Ronit ist staerker behindert als Rivka. Sie ist ein altes baby. Sie kann nicht sprechen und sich nicht selber innerlich halten. Ich muss ihr also jeden handgriff sagen. Wenn ich das nicht tue, dann schreit sie und beist sich selber in die hand. Auf diesem Weg hat sie schon ein auge verloren und an ihren haenden hat sie richtige hornahut. Dann hat sie verkrueppelte fuesse, das heisst sie lauft auf zehenspitzen. Wenn es ihr gut geht, dann macht sie eine art musik mit ihrem mund. Z.b. lololololo.....mit kwitschtoehnen dazwischen. Ich hab kuerzlich ein froehliches baby beobachtet und die aehnlickeit ist erstaunlich.
Jeden Samstag mach ich mit Ronit einen spatziergang im dorf und dann machen wir eine Pause auf einer Bank. Ronit streichelt und beobachtet ihre Haende und singt dabei.
Sie arbeitet in keiner Werkstatt. Vormittags ist sie in der therapieklasse mit drei anderen villigern. Da wird gebacken, gemalt und musiziert. Nachmittags verbringt sie in ihrem Bett und beschaeftigt sich mit sich selber.
Hier liegt Ronit auf dem schoss von Dorit. Sie ist Lenas villiger und ist auch in der therapieklasse. Rechts, mit dem ruecken zu uns, kann man noch etwas von Omi sehen, dem villiger von christof. Er ist ebenfals in der klasse.
Wie schon erwaehnt ist meine werkstatt die weberrei. An manchen arbeitstagen bin ich also inder Weberrei und helfe den villigern beim weben. Ich habe verschiedene arbeiten. Z.b. rein praktische arbeiten und ich helfe wenn ein villiger neue wolle braucht, oder ein faden gerissen ist. Ich habe auch kreative arbeiten. Bei dem Guertel, der hier auf dem kleinen ramen entsteht, habe ich die farben gewaehlt.
Ich habe aber auch paedagogische arbeiten. Das heisst Beaufsichtigung und wenn einer heuelt, oder zwei sich streiten, oder einer depressionen hat, oder einer die ganze zeit schlaeft, muss ich jeweils ran. Allerdings kennt man seine papenheimer bald und hat gelernt mit den einzelnen und ihren problemen, die doch immer aehnlich sind, umzugehen. Taucht ein neues problem auf, dann wird es von dem zustaendigen hauselternteil geloesst. Jeder hauselter hat die verantwortung fuer eine werkstadt.
In der sause um 11 uhr am vormittag. Es wird entweder Kinderkaffee oder tee gtrunken und geder bekommt entweder zwei vollkonrkekse oder wir essen fruecht. Die zeit wird auch fuer soziale kontakte zwischen den villigern genutzt. Hier unterhalten sich zwei villiger mit unserer hebraeischlehrerin.
Einmal die woche bekommen alle auslaendischen co-worker die moeglichkeit, am hebraeischunterricht teilzunehmen fuer 1 1/2 stunden.
so, dass war jetzt mal ein eindruck von meinem taeglichen leben hier. es git naturlich noch viel mehr zu berichten, aber fuers erste soll es genug sein.
viele gruesse
Mittwoch, 30. September 2009
Erlebniss in der Wüste
Hallöchen alle zusammen.
Ich habe letzte woche an meinem freien tag einen ausflug in die richtige wüste gemacht. Beer-Sheva ist zwar schon in der wüste, aber das Kfar ist eher eine oase und außerdem in stadtnähe.
Ich habe viele schöne fotos gemacht von der wüste, dem sonnenaufgang in der wüste und von dem ort wo ich war. einige davon werde ich jetzt hochladen, damit ihr einen eindruck bekommt wie schön die wüste ist. leider kann ich euch nicht den wind und den geruch senden, das muss man einfach erleben! aber das licht der wüste kann ich senden.
Hier das schönste licht, das ich auf ein foto bekommen habe am morgen meines freien tages.
Jetzt aber von vorne:
Ich bin am abend vor meinem freien tag mit Maximilian ( mit ihm war ich in Jordanien) 28 min mit dem bus nach süden gefahren. Maximilian arbeitet zur zeit dort bei einem mann namens Rodny, der dort eine kolonie von lehmhütten für touristen aufbauen möchte. dort hilft Maximilian, aus allen möglichen billigen materialien richtig schöne häußchen zu bauen. auch ich habe mitgeholfen an diesem tag. Hier ein ameisenhaufen im morgenrot. die ameisen waren mind. 1cm groß.
Wir sind abends zusammen in Kfar Rafael losgefahren und kamen deshalb im dunkeln an. die hündin fä begrüßte uns kleffend, beruhigte sich aber sehr schnell als sie maximilian erkannt hatte. Wir bereiteten uns einen zuckersüßen tee in der küche von rodneys familie. auch diese familie lebt in einer lehmhütte. leider habe ich kein foto machen können, deshalb muss ich die hütte kurz beschreiben:
das haus besteht aus einem geräumigen wohnraum, der eine runde form hat. in der mitte ist eine kreisförmige küchenzeile, die sich super an das runde der hütte anpasst. anders als bei den anderen hütten auf dem gelände gehen zwei geräumige räume von dem wohnraum ab, der eine wird als schlafzimmer der zwei kinder genutzt, die so ca. 10- 12 jahre alt sein müssten und der andere diehnt als arbeits und schlafzimmer der eltern und für das jüngste kind. auch diese räume sind rund. das ganze haus hat lehmwände und lehmboden und holzmöbelierung.
Hier ein foto von einer anderen hütte von außen, es gibt aber eine idee von der architektur, auch wenn das wohnhaus größer ist.
Wir haben in einem festen zelt auf madratzen und ich im schlafsack übernachtet. auch das hatte richtig stil, denn man konnte den wind höhren und spühren und auch andere nachtgeräusche. ich hatte das gefühl ich sei ein beduiene auf reisen und vor dem Zelt schlafen meine kamele und pferde, gut bewacht won meinem hund natürlich...
am nächsten morgen sind wir früh aufgestanden (was nicht so einfach war) und haben einen spatziergang in die wüste unternommen um den sonnenaufgang zu sehen.
so sah die wüste vor dem sonnenaufgang aus.
Dann legten wir uns nochmal hin. irgendwann begann ich dann zu arbeiten. ich gesellte mich einfach zu den anderen drei arbeitern und fragte, ob ich helfen könnte. so bekam ich über den tag verteilt kleine aufgaben, wie z.B. holzstämme von ihrer rinde zu befreien fensterbretter zu säubern schleifen und streichen und beim bodenschleifefenn zu helfen. Rodney lud mich bei den malzeiten ein.
Die wüste dort bestand teilweise aus echtem sand und es sah aus als wäre man am meer in den dünen. Es könnte doch sein, dass da hinter der kuppe das meer beginnt?
Ich wurde also gut versorgt und konnte mich körperlich betätigen in netter gesellschaft und in der wüste. am abend war ich wirklich müde und konnte nicht mehr. Maximilian kochte dann noch ein schmackhaftes abendbrot, bevor wir und wieder ins zelt begaben.
Am nächsten morgen standen wir um fünf auf, denn ich musste den ersten bus bekommen. schließlich hatte ich nur einen freien tag und und musste um 7 uhr wieder arbeiten. um fünf vor sieben kam ich in Kfar Rafael an, so dass ich wenigstens noch eine katzenwäsche veranstalten konnte, bevor ich mich ans wecken meiner Lieben machte.
grüßle mechthild
P.S. ich war am letzten freien tag nocheinmal da und hab ein foto von der innenausstattung gemacht.
Montag, 21. September 2009
Jerusalem
Hey ihr lieben,
heute erzaehle ich euch von meinem ausflug nach jerusalem vor ...zwei, drei Wochen...
In dieser Woche war ich gleich zweimal in Jerusalem, das erste mal mit unseren villigern.
Wir haben einen ausflug in einen botanischen garten gemacht, wo wir sogar deutsche eichen bewundern durften. Dann sind wir noch an einen aussichtspunkt gefahren, von dem aus man einen teil jerusalems gut ueberblicken konnte.
Am naechsten tag hatte ich meinen freien tag und bin mit Adriatik, einem anderen coworker, nocheinmal nach jerusalem gefahren. Lea hatte am tag vorher hier angerufen und mich eingeladen. vieleicht sollte ich kurz erklaeren wer lea ist: Lea ging mit mir in die selbe klasse und wir haben uns zusammen durchs abi gekaemmpft. Sie hat eine aeltere Schwester, die schon seit laengerem in israel lebt. Lea war gerade in jerusalem, um ihre schwester zu besuchen und so nutzten wir die gelegenheit und trafen uns. es ist schon lustig, dass ich lea in israel besuche und wir zusammen in einem Wohnhaus in Israel mittag essen.
wir kamen am mittag in jerusalem am busbahnhof an und lea und ihre schwester holten uns ab. nach dem essen sind wir dann zusammen in die altstadt gegangen. Hier sind lea rechts und ich links, kurz nachdem wir in die altstadt durchs jaffator kamen.
In der altstadt haben wir uns bald getrennt und adi und ich machten eine art fuehrung mit. leider wurde viel geschwafelt und nicht soviele interessante dinge erzaehlt, so verliessen wir die gruppe wieder und wanderten noch alleine durch die strassen.
Es ist echt interessant, wie unterschiedlich die verschiedenen viertel in der altstadt sind. Es gibt enge, belebte und enge, unbelebte gassen, autos koennen auf ihnen nicht fahren und dann gibt es noch das leben auf den daechern. es scheint, als koennte man auf vielen daechern einfach so spazieren gehen. von hier oben sieht die stadt blendend weiss aus. Auf dem naechsten bild koennt ihr auch ueber die daecher jerusalems schauen, in der mitte ist die goldene kugel der Al Aqsa moschee zu sehen, die sehr bekannt bei den touristen ist weil sie aus dem weiss jerulalems hervor sticht. nicht weit von ihr ist die klagemauer, der wir auch einen besuch abgestadtet haben.
Dann kamen wir in ein viertel, wo lauter kleine shops ihre wahren anboten und nicht nur einmal wurde ich in einen shop gebeten und jemand wollte mir seine wahre ganz persoenlich anpreisen. Einmal hab ich mir ein porzellangeschaeft zeigen lassen, aber beim nachsten porzellangeschaeft hatte ich keine lust mehr. denn erstaunlicherweise hatte jesdes porzellangeschaft aehnliches porzellan. Im ganzen war die auswahl nicht so gross, es gab zwar hunderte von kleinen geschaeften aber die boten immer ahnliche dinge an. entweder schmuck, porzellan, suessigkeiten oder immer die selben postkarten. Hier ein blick durch die gassen.
Wir haben den weg zurueck zum Busbahnhof erstaunlicherweise ganz gut gefunden und hatten noch zeit dort durch einen Markt zulaufen. wir haben leckeres halva gekauft, es war mein geburtstagsgeschenk. Lea's schwester hat uns vorher erzaehlt, dass man dort das halva probieren darf und auch wir durften alle sorten versuchen.
Es war mal wieder ein interessanter tag!
Bis zum naechsten mal
Mechthild
Donnerstag, 27. August 2009
Jordanien
Hallo Ihr,
Heute erzaehle ich euch von einem ganz besonderen und verruecken Unternehmen. Ich bin naemlich an meinem 3. freien Tag nach Aqaba in Jordanien gefahren. Es war ein total verrueckter Tag, und ein riiieesen Vergnuegen, was auch daran lag, dass ich mit einem netten Excoworker aus Kfar Rafael reisste. Er ist ein erfahrener Weltenbummler aus Oesterreich. Die reise hatte natuerlich auch einen Sinn, Maximilian brauchte ein neues Visa und dafuer musste er das Land kurz verlasen. Kurzerhand hab ich entschlossen ihn zu begleiten.
Hier ein Foto von ihm an der Grenze zu Jordanien. Ich hoffe das geht ok, dass ich es einstelle?
Ich glaube, ich sollte kurz mal schieldern wie unser Tag verlief, damit ihr merkt wie verruckt und schoen er war. Wir aben um 7Uhr das Dorf verlassen, ist ja eine Menschliche Zeit :-) und sind mit dem Taxi in die Stadt gefahren. In Beer Sheva sind wir dann in einen Bus gestiegen und von 7:30 Uhr bis co 9:30 Uhr gefahren. Dann haben wir uns in Mitspe Ramon an eine Bushaltestelle gestellt und gewartet, bis uns jemand nach Elat mitnimmt. Elat ist die suedlichste Stadt in Israel am Roten Meer gelegen. Nicht weit von Elat, aber in Jordanien, liegt Aqaba.
Wir sind dann bis ca. 12 Uhr getrampt. Im ersten Auto sprachen wir mit einem netten Typen auf englisch, franzoesisch und hebraeisch, wobei ich bei den hebraeischen Gespraechen nur zuhoerte. Ich war erstaunt, dass ich auch bei den hebraeischen Gespraechen meistens wusste um was es geht. Ich hab echt schon etwas hebraeisch gelernt!
Mit dem zweiten Auto fuhren wir direkt neben der aegyptischen Grenze vorbei, waehrend wir links im Tal das Rote Meer sehen konnten und die Berge von Jordanien. Daran sieht man, dass Israel im Sueden nur sehr schmal ist. Im Ganzen sind wir ca. 5 Stunden unterwegs gewesen. Die Reise ging durch die schoene Wueste Negev, vorbei an Beduinendoerfer und Kibutzen und die ganze Zeit der blaue Himmel, die helle Sonne und der Wuestenboden. Zwischen unseren beiden Mitfahrgelegenheiten warteten wir eine Zeit an einer Bushaltestelle in der Wueste. Es war richtig schon dort im heissen Wind und der Sonne zu stehen.
In Elat sind wir erst einmal an Strand gegangen und haben uns ein Eis gegoennt.
Dieses Bild ist da am Strand von Elat entstanden.
Dann sind wir ca 3 km zur jordanischen Grenze gelaufen. Maximilian hat diese Grenze schon mehrfach ueberquert und ausserdem waren kaum Menschen da, so kamen wir recht schnell durch alle Passkontrollen usw.
Eigentlich wollten wir in Aqaba zu Mittag essen, aber der Taxifahrer klaerte uns auf. Es ist gerade Ramadan und deshalb haben keine Lebensmittelgeschaefte offen. So gingen wir direkt an Strand. Ungefaehr von 14 - 18 Uhr waren wir am Strand von Aqaba und schwammen, tranken Tee trotz Ramadan und unterhielten uns mit einem Jornanier-Italiener auf englisch. Irgendwann bot er sich an mir eine Taucherbrille +Schnorchel auszuleihen und mir die kleinen Riffe vor Aqaba zu zeigen. Es war wirklich interessant.
Ich hab mich die ganze Zeit in Jordanien am Strand etwas komisch gefuehlt, da ich die einzige badende Frau weit und breit zu sein schien und alle maenner in der Gegend sehr interressiert an mir waren. Sie behandelten mich wie eine Prinzessin, die nichts machen darf und vor allen Gefahren geschuetzt werden muss. Z.B half mir ein linkisch wirkender Typ ueber die pieksigen Steine am Ufer, obwohl ich es alleine vieleicht besser geschaft haette. Ich hab ihn aber nicht abgewiesen, denn irgendwie schien es ihm wichtig zu sein. Es kam dort eine ganz andere Kultur durch, als in Israel.
Hier die Aussicht von Aqaba auf Elat
Um 18 Uhr haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Wieder ueber die Grenze, wobei dort dieses Mal viele Menschen waren, die durch die israelischen Sicherheitskontrollen wollten. Nachdem wir sie bewaeltigt hatten, gingen wir ein Stueck durch die Wueste zurueck und stellten uns an die naechste Strasse in Richtung Norden. Die Sonne ging langsam unter, denn es war inzwischen ca. 19:30 Uhr. Bald hielt ein Auto und wir wurden von einem Herren mitgenommen, der Architekt in Elat ist, aber in der Naehe von Tel Aviv wohnt. Er nahm uns die ganze Strecke mit und so waren wir um 10:30 wieder in Beer Sheva am Bahnhof. Wir mussten eine halbe Stunde auf den Bus nach Kfar Rafael warten und da trafen wir auch Jakob, einen anderen Excoworker, der auch gerade nach Kfar Rafael wollte. So gingen wir den Rest des Weges zusammen. Im Bett war ich dann letztendlich um 24 Uhr, was immer noch ok war, so dass ich mich am naechsten Tag nicht muede, sondern erhohlt fuehlte.
Hier ist das Bild vom Sonnenuntergang mit Blick in Richtung Aegypten.
Samstag, 8. August 2009
Erster Eindruck in Israel
Shalom,
Ich schreib euch das erst Mal aus Israel. Es ist jetzt fast eine Woche her, dass ich deutschland verlassen habe.
Es ist gerade kurz vor 21 Uhr (in Deutschland kurz vor 20 Uhr). Alle Villiger (die Betreuten) sind in ihren Betten und wir co-worker haben Feierabend.
Doch lasst mich von vorne berichten.
Alles hat mit dem Flug angefangen. Ich bin am Sonntag morgen um 10:30 in Muenchen abgehoben. Ich lag am Abend vorher noch mit 39C fieber im Bett. Ich wollte aber natuerlich trotzdem fliegen und das war auch gut so, denn ueber den Tag ging es mir immer besser. Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich total geschaft hier ankommen wuerde, dem war aber nicht so erstaunlicher weise. mir gings echt gut. Wahrscheinlich hat mich die leichte Anspannung gesund gemacht :-) Ich wurde um 19 Uhr am BAhnhof in Beer-Sheva von Morvan abgeholt, einem Deutschen, der Teil des Hauselternteams ist.
Der Flug war ein besonderes Erlebniss. Ich bin mit ElAl geflogen, dass ist eine israelische Fluggesellschaft, die zweitsicherste der Welt. Die schliesen jede Art von Terrorismus aus, indem sie enorme Kontrollen durchfuehren. Ich musste mehrfach mein Handgepaeck komplett ausreumen und selbst mein Rucksack wurde durchsucht, jedenfalls war er nach dem Flug anders gepackt als vorher. (Gefehlt hat aber nichts und ich wurde bei jeder Kontrolle hoeflich und zuvorkommend behandelt.) Auf dem Bild ist der Anflug auf Tel-Aviv zu sehen, nach drei Stunden Flug, in denen ich auch eine israelische Malzeit bekam. Das Bild vom Flugzeug aus ist schon total anders als das Bild in Deutschland.
Hier bin ich ziemlich schnell ins Bett gegangen, nicht weil ich muede war, sondern weil es mir klueger erschien nach meiner Krankheit. Auch den naechsten Tag hab ich noch etwas langsamer angehen lassen. Ich hab eine Fuehrung ueber das ganze Gelaende bekommen und am Nachmittag wollte ich, da ich kein Fieber mehr hatte, schon in meine Werkstatt, in der ich in Zukunft arbeiten werde. Es ist die Weberrei.
Hier schick ich euch ein Bild, dass euch vieleicht meinen ersten Eindruck nachemphinden laesst.
Ziehmlich suedlaendisch oder? Wir haben hier auch richtig suedlaendisches Wetter. Es ist immer schoen sonnig warm und trocken. Genau mein Wetter!!! Mann muss aber dazusagen, dass dieser Rasen bewaessert wird. Sonnst ist es nicht so gruen, sondern weissbraund.
Hier Gibt es eine Reihe von interessanten Tieren und Pflanzen. Ich schicke euch noch ein Foto von einem uebermannschlich grossen Kaktus. Seine Fruechte werden gegessen. Sie sind Faustgross, haben ganz feine Stacheln, die sehr unangenehm sind und kaum aus der Haut zu entfernen. MAn schaelt sie immer mit Handschuhen. Sie schmecken lecker suess, ich kann ihr Geschmack nicht mit keiner bekannten Frucht vergleichen. Der einziege Nachteil ist, dass sie ganz viele Kerne in der Mitte hat, etwas groesser noch als Traubenkerne und noch stoerender. wenn man Saft aus der Fruch macht, macht man die Kerne raus. Der Saft dieser Frucht hat die konsistens von sehr grobem Orangensaft und ist fast schon zu suess.
So, das reicht fuers erste. Ich hoffe ihr koennt euch vorstellen wie es hier aussieht, zumindest etwas.
Wenn ihr Fragen habt, koennt ihr mir die stellen und ich werde sie dann eventuell in meinem naechssten Blog beantworten.
Ich hoffe ihr hattet Spass beim lesen.
Eure Hilde
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